Cabernet Sauvignon – kraftvolle Tannine und edle Röstnoten

Die weltweit am häufigsten angebaute Rebsorte aus der Wein gekeltert wird ist der Cabernet Sauvignon. Typisch für ihn ist seine späte Reife, daher sind milde Herbste für ihn am günstigsten. Eher empfindlich ist die Rebsorte gegenüber zu viel oder stauender Feuchtigkeit, allerdings ist auch langanhaltende Trockenheit der Pflanze nicht zuträglich. Ideal wächst die Rebe beispielsweise auf lockeren Kiesböden, da überschüssiges Regenwasser dort leicht abfließen kann oder in maritimen Gefilden wie in den australischen Küstenregionen. Durch einen allgemeinen Temperaturanstieg in beinahe allen Anbaugebieten des Cabernets, hat sich die Zeit, in der die Rebsorte treibt etwas nach vorne im Jahr verlagert und der Alkoholgehalt in den Weinen ist deutlich angestiegen. So haben Cabernets heute regelmäßig einen Alkoholgehalt von über 14 Prozent.

Ursprünge des Cabernet Sauvignon

Die Rebsorte stammt aus der Region Bordeaux in Frankreich und ist eine Kreuzung aus Cabernet Franc sowie Sauvignon Blanc. Heute wird Cabernet alleine in Frankreich auf etwa 200.000 Hektar Rebfläche angebaut und auch in sonnigen Gefilden wie Italien, Kalifornien, Südamerika, sowie Südafrika wird die Rebsorte gerne kultiviert. Allerdings gibt es auch etwas kühlere Weinländer wie Österreich und Deutschland, in denen Cabernet Sauvignon mittlerweile durch steigende Temperaturen angebaut werden kann.

Der Charakter des Cabernet Sauvignon

Gute Cabernet Sauvignon Weine stehen für Röstaromen, Gerbstoffe, einen hohen Alkoholgehalt und oftmals auch Holzaromen. Vor allem die im kleinen Holzfass ausgebauten Cabernets glänzen mit besonders feinen Gerb- und Röststoffen und können sehr lange gelagert werden, teilweise bis zu über 100 Jahre. Der Körper ist meist voll, die Textur dicht und samtig und der Cabernet Sauvignon sticht auch durch seine hohe Konzentration an Gerbstoffen hervor. Cabernets tragen auch häufig Aromen von Vanille und schwarzer Johannesbeere, die sich angenehm mit den bereits erwähnten Röststoffen verbinden. Die jüngeren Weine haben dazu typischerweise eine Lakritznote. Günstigere Cabernet Sauvignons werden in der Regel nicht von Hand, sondern mit der Maschine gelesen, wodurch auch gelegentlich noch nicht reife Beeren mit in den Wein gelangen. Die Beimischung unreifer Beeren hat wiederum einen Beigeschmack von grüner Paprika zur Folge, der häufig als unangenehm empfunden wird.
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