So finden Sie den richtigen Rotwein

Welcher Rotwein ist der richtige

Sie suchen nach einem Rotwein, haben allerdings noch keine Präferenz für Stil, Rebsorte oder Anbauregion? Suchen Sie einen Rotwein zu einem besonderen Anlass - zum Beispiel ein gemütlicher Abend mit Freunden oder ein Erstes-Date? Oder soll der Wein gar nicht für Sie sein und Sie suchen den perfekten Rotwein zum Verschenken?Für jeden Geschmack und Anlass gibt es den passenden Wein. Bei der schier endlosen Auswahl an Rotweinen kann die Suche allerdings sehr schnell zur unüberwindbaren Aufgabe werden. Damit ist jetzt Schluss!Wir verraten Ihnen, worauf Sie bei der Auswahl des richtigen Rotweins achten müssen und geben Ihnen nützliches Wissen an die Hand, mit dem Sie den perfekten Einstieg in die Welt des Rotweins finden - oder Ihr bereits erworbenes Wissen noch weiter ausbauen können. 

Die richtige Herkunft des Rotweins

Da Sie gerade diesen Text hier lesen, können wir davon ausgehen, dass es sich beim nächsten Kauf um einen Rotwein handeln soll. Sollte das nicht der Fall sein, finden Sie hier Weißweine, Roséweine, Sekt, Champagner und viele andere Weinarten.Nachdem die (vermeintlich) richtige Weinart gefunden ist, stellt sich die Frage der Herkunft. Vielleicht sind Ihnen in diesem Zusammenhang bereits die Bezeichnungen „Neue Welt“ und „Alte Welt“ untergekommen. Doch was hat es eigentlich damit auf sich?Rotwein-RebenVereinfachend kann man die weinerzeugenden Länder in Europa (alte Welt) und Übersee (neue Welt) einteilen. So gelten besonders die europäischen Länder, allen voran Frankreich sowie Spanien, Italien und Deutschland, als Wiege der Weinerzeugung. Hier hat der Weinanbau seine Wurzeln und eine mittlerweile mehr als tausendjährige Tradition. Ob Weinstile, Rebsorten oder auch Herstellungsverfahren – erfunden und definiert wurden Sie alle in der traditionsreichen „Alten Welt“. Als Gegenstück zu den Europäischen Weinländern, werden die Weine aus Übersee als „Neue Welt“ bezeichnet. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um Nordamerika (hauptsächlich USA), Südamerika (Argentinien und Chile) sowie Australien, Neuseeland und Südafrika. Diese Liste wird in Zukunft sicherlich noch um den einen oder anderen Eintrag ergänzt. Es gibt eine Reihe von neuen und aufstrebenden Weinnationen, die in Zukunft von sich reden machen werden.Mittlerweile können Weine der der "Neuen Welt" problemlos mit ihren Vorfahren aus der "Alten Welt" mithalten. Doch nicht nur das. Sie erfreuen sich stetig steigender Beliebtheit, was sich auch in den Weinregalen widerspiegelt. Weltklassige Weine kommen heute nicht mehr nur aus Frankreich, sondern auch aus den USA und Australien. Die Weine der „Neuen Welt“ stellen aufgrund ihrer geschmacklichen Vielfalt für jeden Weinliebhaber eine ungeheure Bereicherung dar und warten darauf, von ihnen entdeckt zu werden. 

Qualitätsmerkmal Barrique – Was Sie wissen müssen!

Die Bezeichnung Barrique kommt aus dem französischen und bezeichnet Eichenholzfässer mit einem Fassungsvermögen von 225 Litern. Die Barrique-Fässer wurden in der französischen Region Bordeaux kreiert und etablierten sich dort schnell als Ausbaubehältnis und Maßeinheit für Rotweine.Ursprünglich stand die Bezeichnung Barrique für einen bestimmten Typ Weinfass mit einer festgelegten Form und einem exakten Fassungsvermögen von 225 Litern.  Heute, wird die Bezeichnung allerdings auch häufig für andere Fassformen und Größen bis hin zu 700 Litern verwendet.Die Kriterien nach denen ein Wein das Prädikat „Barrique“ tragen darf, variieren stark von Land zu Land. Laut dem Deutschen Weininstitut darf in Deutschland die Bezeichnung „Im Barrique gereift“ nur verwendet werden, wenn der Rotwein mindestens 6 Monate im Fass reift und Fässer mit einem Fassungsvermögen von maximal 350 Litern verwendet werden.Durch den Ausbau im Barrique vereinen sich die Aromen aus dem Wein und die Aromen aus dem Holz miteinander und es entsteht der typische Barrique-Geschmack. Die Geschmacksveränderung hängt hier von einer Vielzahl an unterschiedlichen Faktoren ab:

Rotwein im Fass gelagertEiche ist nicht gleich Eiche – Auf die Herkunft kommt es an

Fässer aus amerikanischer Eiche neigen dazu einen kräftigen und dominanten Holzgeschmack zu haben.  Fässer aus der teuren Französischen Eiche schmecken harmonischer und facettenreicher.

„Toasting“ der Weinfässer – die richtige Röstung ist Entscheidend

Um das Geschmacksbild noch weiter zu verändern werdend die Fässer von innen über offener Flamme gebrannt. Diese Technik wird als Toasting, Röstung oder Fasseinbrand bezeichnet. Durch die Behandlung mit Hitze verändern die Substanzen im Holz Ihre chemische Struktur und es treten die typischen Barrique-Aromen von Kaffee, Schokolade, Vanille, Karamell und Tabaknoten auf. Je stärker die Röstung, desto intensiver diese Aromen.

Lagerdauer – oder das richtige Fingerspitzengefühl

Winzer und ihre Kellermeister brauchen eine Menge Erfahrung und Fingerspitzengefühl beim Ausbau ihrer Weine in Barrique-Fässern. Ein ohnehin schon guter Wein soll durch die Fasslagerung noch besser werden ohne einen zu dominanten Holzgeschmack zu erhalten.  Hierbei kommt es au das richtige Timing an – daher kann die Lagerzeit zwischen 3 und 36 Monaten betragen. Allerdings ist es hier wie in vielen Dingen des Lebens: „Mehr ist nicht automatisch besser!“

Günstige Barrique-Weine? Mehr Fass(ade) als Genuss

Zum Thema Barrique sollten Sie wissen, dass dieses Verfahren für den Winzer sehr aufwändig und damit mit hohen Kosten verbunden ist. Ein Fass kann bereits nach seiner 1. Benutzung bis zu 85% seiner Aromen abgeben und muss daher in regelmäßigen Abständen (im Schnitt alle 3 Jahre) ausgetauscht werden. Bei Kosten von mehreren Hundert Euro pro Barrique-Fass kommt da schon ein ordentlicher Betrag zusammen. Um diese Kosten zu sparen, haben findige Weinerzeuger zu recht kreativen Mitteln gegriffen. So können alternativ aromatisierte Eichenstücke (Wood-Pellets) oder gar ganze Holzlatten in den Wein gegeben werden um das Geschmackserlebnis der im Barrique ausgebauten Weine zu imitieren.

Obwohl diese Praktik mittlerweile in der EU erlaubt ist, werden Sie Sicherlich keinen Winzer finden, der mit dieser Produktionsmethode wirbt. Durch den Einsatz von Holz-Chips o. ä. wird dem Wein lediglich der Holzgeschmack hinzugefügt, ein Reifeprozess findet nicht statt. Billige „Barrique“-Weine sollen lediglich einen höherwertigen Anschein erwecken, neigen allerdings dazu einen übermäßigen und aufdringlichen Holzgeschmack zu haben. In der Weinbranche lässt sich seit geraumer Zeit ein neuer Trend erkennen. Der Holzgeschmack im Allgemeinen verliert in letzter Zeit zunehmend Anhänger. Viele Konsumenten bevorzugen mittlerweile Weine, die wenn überhaupt, nur eine kurze Lagerung im Barrique hinter sich haben. Einige Winzer sind bereits auf diesen Trend aufgesprungen und vermarkten ihre Weine als un-oaked oder un-wooded.

Hätten Sie es gewusst?

Wie so oft, ist auch die Erfindung des Barrique-Ausbaus auf einen Zufall zurückzuführen. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts verkaufte ein Französischer Winzer seine Weine nach Übersee und lagerte Sie für den Transport in Eichenfässern. Als nach mehreren Wochen auf See einige nicht verkaufte Fässer zurückkamen, bemerkte er, dass sich die Weine geschmacklich verbessert hatten.

Wie kommt eigentlich die Farbe in den Rotwein?

Rotwein RebsorteDiese Frage scheint auf den ersten Blick sehr einfach zu beantworten zu sein. Die Farbe der Trauben scheint den jeweiligen Weinarten ihren Namen zu geben. Dies würde jedoch bedeuten, dass Rotwein aus roten Trauben und Weißwein aus weißen Trauben hergestellt wird.  Doch ganz so einfach ist es nicht. Im Supermarkt sind Ihnen sicherlich schon die verschiedensten Weintrauben aufgefallen – blaue, rote und grüne (jedoch keine weißen).

Wer schon einmal Weintrauben geschnitten oder zerdrückt hat, wird festgestellt haben, dass alle Trauben im Inneren gleich aussehen und einen eher farblosen Saft haben. Somit ist es möglich, aus blauen und roten Trauben auch einen Weißwein zu produzieren. Das Geheimnis der Weinfarbe steckt nämlich in der TraubeschaleEntgegen der allgemeinen Vermutung werden für die Produktion von Rotwein nicht die roten Trauben genommen, sondern hauptsächlich blaue. Diese sind dunkler und enthalten mehr Farbstoffe. Wenn rote Trauben verwendet werden, dann werden daraus meist Weißweine gekeltert. Der entscheidende Faktor verbirgt sich allerdings in dem Produktionsverfahren der jeweiligen Weinarten:

Bei der Weißweinproduktion ist der Prozess recht einfach: die Trauben werden ausgepresst und der entstandene Most wird zu Wein vergoren.

Bei der Rotweinproduktion hingegen muss der Farbstoff noch aus der Traubenschale gelöst werden. Hierfür werden die Trauben samt Kernen und Schale zuerst zerquetscht oder gemahlen, so dass eine sogenannte Maische entsteht. Diese Maische wird vergoren und erwärmt. Damit lösen sich die Farbpartikel aus der Schale und gehen in den Wein über. Daher spricht man bei Weißwein von der Mostgärung und bei Rotwein von der Maischegärung.

Hätten Sie es gewusst?

Für die Herstellung von Champagner verwenden die Winzer ausschließlich drei Rebsorten. Unter ihnen befinden sich auch die blauen Rebsorten Pinot Noir (Spätburgunder) und Pinot Meunier (Schwarzriesling).

 

Was die Farbe über den Rotwein verrät

Rotwein-VerkostungAuf der Suche nach dem richtigen Rotwein, findet man in den Weinbeschreibungen immer ausführliche Informationen zur Farbe des Weins. So wird oft von leuchtendem Kirschrot, schwarzem Purpur oder dunkelrot mit violetten Reflexen gesprochen. Allerdings können viele Freizeit-Sommeliers zu Beginn nicht viel mit den unterschiedlichen Weinfarben anfangen.

Weinexperten und richtige Sommeliers hingegen sind in der Lage, aus der Farbe des Weins Informationen über die Herkunft, Alter und Rebsorte abzuleiten. Dies ist möglich, da die Farbe des Weins nicht immer einheitlich ist und das gesamte Farbspektrum von Hellrosa bis hin zu tiefem Braun-Rot oder Purpur erreichen kann. Die unterschiedlichen Farbtöne geben bereits erste Informationen über die Beschaffenheit des Weins und das zu erwartende Geschmackserlebnis.

Mit den folgenden einfachen Regeln  können Sie Ihre Weinanalyse beginnen:

  • Junge Rotweine haben eine intensivere Rotprägung und zeigen nur einen geringen Farbverlauf zwischen der Mitte des Glases hin zum Rand.
  • Mit zunehmendem Alter wird Rotwein tendenziell heller und die Farbe geht mehr in einen braun-ton über. Am Grund der Flasche bilden sich Ablagerungen, die man als Depot bezeichnet. Dabei handelt es sich um Farb- und Gerbstoffe, die der Wein mit der Zeit abgibt.
  • Reifere Rotweine zeigen eine Veränderung der Farbe zwischen der Mitte des Glases und dem Rand.
  • Rotweine aus wärmeren Regionen (Spanien, Australien, Südafrika) sind generell dunkler als Rotweine aus kälteren Regionen(Deutschland, Neuseeland). So ist z.B. ein Cabernet Sauvignon aus Bordeaux (Frankreich) weniger Farbintensiv (blasser) als ein Cabernet Sauvignon aus Kalifornien (USA.)
  • Leichte Rotweine haben eine hellere Farbe, körperreiche und tanninhaltige Rotweine sind hingegen farbkräftiger.

Wie bestimme ich die Farbe meines Rotweins

  • Um die genaue Farbe des Rotweins zu bestimmen, gehen Sie am besten wie folgt vor:
  • Schauen Sie zuerst von oben in das Glas um die Hauptfarbe des Weins zu erkennen.
  • Halten Sie anschließend das Glas leicht schräg und vor einen hellen Hintergrund. (Besonders gut funktioniert es, wenn Sie ein weißes Blatt Papier benutzen).
  • Achten Sie auf eine gute Beleuchtung. Bei diffusem Tageslicht (keine direkte Sonneneinstrahlung) ist es einfacher, die einzelnen Farbnuancen zu erkennen als bei Kunstlicht oder im Kerzenschein.
 

Die richtige Trinktemperatur von Rotwein

Rund um das Thema Rotwein gibt es genauso viele Mythen und Faustregeln, wie es unterschiedliche Weine gibt. Bei genauerer Betrachtung erweisen sich diese Regeln allerdings als wenig hilfreich und können im schlimmsten Fall sogar das Erlebnis „Rotwein“ trüben. Eine dieser Regeln besagt, dass man Rotwein am besten bei Zimmertemperatur trinken sollte. Dies war sicherlich lange Zeit richtig. Allerdings kommt diese Regel aus Tagen, in denen Wohnungen im Sommer angenehm kühl waren und im Winter nur wenige Räume auf max. 18 °C  beheizt wurden. Doch sollten Sie nach einem Blick auf das Thermometer feststellen, dass Sie mit 18 °C  vermeintlich richtig liegen, so liegen Sie wahrscheinlich doch daneben:Eine ideale Trinktemperatur von 18-19 °C trifft nur auf wenige Rotweine zu. Dies sind i.d.R. sehr schwere, charakterstarke und besonders komplexe Rotweine, wie Sie im Bordeaux vorkommen oder die Italienischen Schwergewichte wie Brunello, Barolo oder Amarone.Der überwiegende Teil der Rotweine sollte bei einer Temperatur von 16 bis 18°C (weit unter Zimmertemperatur) getrunken werden. Mit dieser Temperatur liegt man bei den meisten „Alltagsweinen“ richtig. Besonders „süffige“ Rotweine sollten bei kühleren 16°C getrunken werden. Die gängigsten Vertreter sind hier Merlot, Cabernet Sauvignon, Zinfandel oder sein italienisches Gegenstück Primitivo sowie Chianti oder die „Neue Welt“-Weine Malbec, Shiraz oder Pinotage.

Leichten und weniger komplexen Rotweinen steht eine Temperatur von 14 bis 16 °C am besten. Hierzu zählen Pinot Noir, Blauburgunder oder der in Deutschland beliebte Trollinger.

Sehr junge und fruchtige Rotweine trinken sich am besten bei kühlen 12 bis 14°C. Dazu zählen etwa ein junger Beaujolais oder ein leichter Vernatsch.

Praxistipp: Die richtige Temperatur auf einen Blick:

Trinktemperatur
 

Aus diesen Gläsern schmeckt Rotwein am besten

Schaut man sich auf den Seiten der vielen namhaften Hersteller um, so wird man regelrecht von der Fülle des Angebots erschlagen. Mittlerweile gibt es für jede Rebsorte ein speziell auf deren individuelle Eigenschaften zugeschnittenes Weinglas. Über die Sinnhaftigkeit der vielen Glastypen mag sicherlich zu streiten sein. An dieser Stelle möchten wir allerdings einen Blick auf die zwei bekanntesten Rotweingläser werfen und die Unterschiede darstellen:

Bordeauxglas

Das Bordeauxglas ist wahrscheinlich das beliebteste Rotweinglas, da es vielfältig eingesetzt werden kann. Es zeichnet sich über einen breiten Kelch und einen sehr hohen Kamin aus und wirkt im Vergleich zu anderen Rotweingläsern relativ groß.

Trotz der großen Erscheinung wird dieses Glas nur mit ca. 200 ml Wein befüllt, was den Wein etwas verloren wirken lässt. Allerdings ist hier weniger mehr, da die geringe Füllhöhe dem Aroma genügend Raum zur Entfaltung lässt.

Über den Rand der Bordeauxgläser wird der Wein primär auf den hinteren Teil der Zunge geleitet. Dies führt zu einer ausgewogenen Balance zwischen Frucht, Säure und Tannin. Daher ist das Bordeauxglas besonders für charaktervolle und tanninreiche Weine zu empfehlen.

Anders als der Name vermuten lässt, eignet sich das Bordeauxglas nicht nur ausschließlich für Bordeauxweine, sondern kann für alle Weine verwendet werden, welche den Bordeaux-Rotweinen ähnlich sind. Dazu zählen u.a. Cabernet Sauvignon, Merlot, Cabernet Franc, Malbec oder schwere Italienische Weine wie Barolo, Brunello und Co.

Burgunderglas

Im Gegensatz zu dem Bordeauxglas ist das Burgunderglas noch etwas bauchiger und runder und wird daher auch oft als Ballonglas bezeichnet. In ihm fühlen sich besonders aromatische und fruchtbetonte Rotweine wohl, wie sie überwiegend im Burgund produziert werden.

Die komplexen Geschmacksfacetten dieser Rotweine brauchen besonders viel „Beatmung“, die über den sehr breiten Weinspiegel (große Oberfläche) ermöglicht wird.

Burgundergläser verfügen über eine große Öffnung und bei manchen Gläsern kann der Rand zusätzlich noch etwas ausgestellt sein. Dies bewirkt, dass der Wein beim Trinken primär auf die Zungenspitze trifft, an der wir vermehrt süße Noten wahrnehmen. So wird der tendenziell hohe Gehalt an Gesamtsäure der Burgunderweine abgeschwächt und die Süße des Aromas in den Vordergrund gestellt.

Neben dem Pinot Noir passen auch Rebsorten wie Spätburgunder, Barbera, Blaufränkisch und Gamay perfekt zu diesem Glastyp. Selbst kräftigen und im Barrique ausgebauten Weißweinen kommt dieser Glastyp zu Gute.

Wie viele unterschiedliche Weingläser braucht man Zuhause?

Die Antwort zu dieser Frage hängt sicherlich von der persönlichen Beziehung zum Wein ab. Der ambitionierte oder angehende Weinexperte ist sicherlich gut beraten dem passenden Glas mehr Aufmerksamkeit zu widmen und unterschiedliche Arten zu besitzen. Als Weinneuling oder Gelegenheits-Sommelier ist man mit einem Bordeauxglas allerdings bereits gut beraten.

Wer hingegen auch öfters Weißweine trinkt und nicht unbedingt weinartspezifische Gläser anschaffen möchte, kann auch auf Universalgläser zurückgreifen. Diese verbinden die Vorteile der unterschiedlichen Glastypen, sind aber weniger gut in der jeweiligen Disziplin.

Was man bei diesem Thema allerdings nie vergessen darf:Ein schlechter Wein ist auch aus dem besten Glas immer noch ein schlechter Wein!

Achtung Anfängerfehler: Wie viel Rotwein gehört ins Glas?

Die Auswahl des richtigen Rotweins und der passenden Gläser kann u.U. eine Frage des Geschmacks und der persönlichen Präferenzen sein. Bei der richtigen Füllhöhe gibt es allerdings nur wenig Spielraum und es besteht die Gefahr, sich als totaler Weinignorant zu outen. Auch wenn es vom Gastgeber gut gemeint sein mag, so gehört es sich einfach nicht, die Gläser bis zum Rand zu füllen. Diese Unsitte zeigt nicht nur, dass der Gastgeber nicht weiß, was er tut, sondern kann das Geschmackserlebnis auch negativ beeinflussen: Volle Gläser lassen sich schwerer am Stil halten, der Wein erwärmt sich viel schneller und das Bouquet kann sich nicht richtig entfalten.

So machen Sie es richtig:

  • Füllen Sie kleine Weingläser mit max. 100 - 150ml Rotwein. Als Faustregel gilt hier, dass die Füllhöhe nicht mehr als ein Drittel  des Glases betragen sollte.
  • In große Weingläser füllen Sie max. 200ml Rotwein. Hier gilt als Faustregel allerdings, dass das Glas nicht zu mehr als einem Viertel gefüllt werden sollte.
    • Schenken Sie ihren Gästen im Zweifel lieber etwas weniger Wein ein, aber dafür öfter. So sind sie auf der sicheren Seite und der Wein hat genügend Raum sich zu entfalten. Ein weiterer Vorteil ist, dass ihre Gäste so nicht zu übermäßigem Trinken angehalten werden und der Genuss im Vordergrund steht.
 

Rotwein – Ein Kulturgut

Rotwein für den Sommer

Für viele ist Rotwein schlicht ein Getränk, das man zu besonderen Anlässen trinkt. Dies ist aber zum Glück nicht überall der Fall. In vielen Regionen zählt Wein als Kulturgut und die Wahrnehmung und Akzeptanz ist eine andere als bei uns in Deutschland. Besonders in der Mittelmeerregion ist Wein mehr als nur ein Getränk.

So ist es in Italien oder Griechenland selbstverständlich, zum Essen ein Gläschen Wein zu trinken. Selbst wenn man mit den Arbeitskollegen in der Mittagspause essen geht, erntet man dort keine argwöhnischen Blicke, wenn zu gutem Essen auch ein Rotwein getrunken wird. In Frankreich gehört dies zum "savoir vivre“ – also schon fast zum guten Ton. Diese Tatsache unterstreicht auch ein Blick auf den Weinkonsum pro Kopf – Hier liegen die mediterranen Länder weit an der Spitze.

Hätten Sie es gewusst?

Die Franzosen trinken im Schnitt 46 Liter / Kopf im Jahr, die Italiener  42 Liter / Kopf. Damit ist der Weinkonsum in diesen Länder mehr als doppelt so hoch wie in Deutschland. Hierzulande werden nur ca. 21 Liter Wein pro Kopf pro Jahr getrunken. Den ersten Platz belegen allerdings die 738 Einwohner des Vatikans, welche sage und schreibe 74 Liter Wein pro Jahr trinken. Wir gehen davon aus, dass es sich hierbei allerdings nicht ausschließlich um Messwein handelt.

 

Rotwein – Das Lebenselixier der Genießer

Rotwein für die GesundheitIn der Regel sind die Dinge, die Spaß machen und Genuss bereiten, für unsere Gesundheit nicht besonders förderlich. Beim Thema Wein scheint dies allerdings nicht zuzutreffen. Denn im Allgemeinen wird Rotwein unterstellt, dass er zum einen Genuss bereitet, und (in Maßen getrunken) auch eine positive Wirkung auf unsere Gesundheit haben kann. Doch was hat es mit dieser Behauptung tatsächlich auf sich?

Bereits in den 70er Jahren beobachteten französische Wissenschaftler, dass Ihre Landsleute trotz erhöhtem Alkohol- und Fettkonsum weniger Herzinfarkte erlitten als die Einwohner vergleichbarer Länder.  Als Grund für dieses positive Phänomen identifizierten die Wissenschaftler das tägliche Glas Rotwein, für das die Franzosen bekannt sind. Diese Beobachtung ist seither als „französisches Paradox“ bekannt und stützt die These, dass mäßiger Genuss von Rotwein, sich positiv auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen auswirken kann.

Es mag weitere Anzeichen geben, dass Rotwein tatsächlich eine gesunde Wirkung hat. Dahingegen ist allerdings unumstritten, dass das abendliche Glas Rotwein eine entspannende Wirkung hat. Was kann den Wohlfühlfaktor besser heben als ein gutes Glas Wein in gewohnter Umgebung?! Außerdem macht Rotwein glücklich, und das ist wissenschaftlich bewiesen. Es wirkt stressabbauend und hemmt den Abbau des Glückshormons Serotonin.

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